Social Media gehört zum Online Marketing wie der Schnee zum Winter – geht zwar ohne, macht aber keinen Spaß. Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass Social Media Marketing ein enormes Potential für sämtliche Unternehmensbereiche hat und auch dementsprechend als wichtig und wertvoll erachtet werden sollte. Marketing ohne Daten ist nur die halbe Miete, deshalb spreche ich heute über Social Media Analytics. 

 

HR, Marketing, Vertrieb – jeder Unternehmensbereich kann profitieren

Social Media dient nicht nur dazu, ein Produkt oder eine Dienstleistung an die Zielgruppe zu bringen. Vielmehr bietet es eine Menge Chancen für nahezu jeden Unternehmensbereich. Im Bereich Kommunikation und PR beispielsweise wird durch eine positive Unternehmenssprache die gesamte Stimmung beeinflusst (Reputationsmanagement). HR kann über Social Media Interessenten von der Firma überzeugen und Employer Branding Maßnahmen einbringen. Für den Vertrieb öffnet Social Media den Kanal direkt zum Zielkunden und erlaubt Rückschlüsse über die tatsächlichen Bedürfnisse bis hin zur Identifikation von Leads

 

Social Media Analytics - wieso weshalb warum

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Doch auch bei Social Media Marketing gilt die Devise der konkreten Fragestellung vorab. Welche Ziele sollen erfüllt werden? Zu welchem Zweck wird Social Media eingesetzt? Erst dann kann die Strategie festgelegt und entsprechende Tools und Plattformen gewählt  werden.

Social Media Analytics

Sind die Ziele definiert und die Strategie klar, beginnt die Umsetzung. Ab jetzt wird auch die Analyse wichtig, denn sie dient der Überwachung aller Tätigkeiten. Die folgende Infografik zeigt den Überblick über die Vorgehensweise.

Social Media Analytics - Übersicht

© Lena Rauch | Virtuelle Assistenz

Herausforderungen der Social Media Analytics

Während bei absatzbasierten Facebook Ads noch recht einfach Kennzahlen und ROI berechnet und erfasst werden können, ist es bei den meisten Maßnahmen einer Social Media Strategie etwas schwieriger. An dieser Stelle verhält es sich bei der Erfolgsmessung ähnlich wie im Bereich Public Relations oder der strategischen Markenführung. 

 

| Eine kurzfristige Wirkung ist selten sichtbar

Häufig handelt es sich bei den Zielen des Social Media Managements um qualitative Ziele, weniger um quantitative. Diese können zum Beispiel die Steigerung des positiven Markenimages sein oder die Positionierung als Experte einer Nische. Diese Ziele sind nicht unmittelbar messbar und auch nicht innerhalb weniger Tage oder Wochen erreicht. 

 

| Schwer zu messen

Imagebildung, Erhöhung der Kundenbindung oder Awareness lassen sich schwer in einen quantitativen Kontext bringen und entziehen sich so leicht des Monitorings. Hier bleibt oft (zu) viel Raum für Interpretation

 

Fakt ist aber: wer keine Social Media Strategie hat, kann seine Ziele nicht benennen. Ohne Ziele wiederum ist eine Erfolgsmessung kaum möglich. Was man aber nicht messen kann, kann man auch kaum steuern. 

 

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SMARTe Ziele helfen beim Reporting

Die Lösung: Ziele müssen SMART gestaltet sein!

  • Spezifisch: formuliere deine Ziele so genau und eindeutig wie möglich
  • Messbar: Beim Reporting musst du klar erkennen, wann ein Ziel erreicht wurde (Zahlen)
  • Anspruchsvoll: Setze dir motivierende Ziele! Du willst schließlich eine Entwicklung erreichen!
  • Realistisch: Dein Ziel muss erreichbar und durch dein Marketing beeinflussbar sein
  • Terminiert: Setze dir eine Deadline, bis wann das Ziel erreicht sein soll

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So gehts – Beispiele

Social Media Analytics - Aufmerksamkeit

Wie groß ist die Brand Awareness? Messbar ist das beispielsweise an den Seitenaufrufen der Webseite, der Profilaufrufe auf Instagram oder der Facebook Business Page. Ist hier eine Steigerung des Trends erkennbar, sieht es gut aus für die Awareness. 

 

Social Media Analytics - Engagement

Die Partizipation der User mit dem eigenen Inhalt kann noch recht einfach manifestiert werden. Wie viele Likes, Kommentare, Shares und Saves gibt es? Wie verhalten sich die Zahlen im Zeitverlauf? Wie ist das Verhältnis der Kennzahlen untereinander?

 

Social Media Analytics - Autorität

Die Autorität oder auch der Expertenstatus der eigenen Brand kann gut daran gemessen werden, von wie vielen Seiten auf die eigene Webseite oder eigene Blogartikel verlinkt wird. Auch die Weiterempfehlung in Foren oder Expertengruppen liefert hier wertvolle Anhaltspunkte.

Social Media Analytics - Einfluss

Wie hoch ist der Einfluss auf die Follower? Diese Zahl kann daran festgemacht werden, wie viele Abonnenten sich für die Email Liste anmelden, wie hoch die Klickzahlen des Newsletters und die Lesezeiten des Blogs sind. Oder auch daran, wie viele Mitglieder in der eigenen Facebookgruppe sind. 

 

Messbar ist dank zahlreicher Tools und Algorithmen so einiges, doch bevor viel Geld in teure Reporting und Monitoring Anbieter investiert wird, sollte immer geprüft werden, was gemessen werden muss, nicht was alles gemessen werden kann!