01 | Vorher-Nachher

 

Das bietet sich besonders an, wenn du eine Dienstleistung verkaufst, die eine Transformation bei deinem Kunden hervorruft. Da denke ich spontan direkt an Marie Kondo, die mit ihrer Falttechnik so wunderbar Schränke auf der ganzen Welt sortiert. 

Zeige also durch den direkten Vorher-Nachher-Vergleich, welche Transformation und Verbesserungen du mit deiner Arbeit bei Kunden herbeiführen kannst.

Mit diesem Post unterstützt du deine bisherigen Versprechungen, die du schriftlich oder durch Stories gemacht hast, und zeigst optisch, welche direkten Erfolge deine Kunden haben können. Bilder unterstützen ganz allgemein hervorragend das gesprochene Wort und verstärken im besten Fall deine Aussagen. 

Bedenke dabei auch, dass Menschen unterschiedlich auf verschiedene Trigger reagieren. Einige lesen gerne und bilden sich so eine Meinung, andere brauchen die visuelle Stimulierung durch die konkrete Darstellung und wieder andere sind besonders anfällig für auditive Reize. Wechsle also ruhig auch immer wieder zwischen diesen Möglichkeiten, um alle Sinne deiner Zielgruppe anzusprechen und so auch wirklich jeden auf die eine oder andere Art und Weise zu erreichen. 

Außerdem sehen nicht alle deine Abonnenten und Interessenten jeden einzelnen deiner Content-Häppchen. Einige lesen deine Posts und andere klicken sich nur durch deine Stories. Verbreite deine wichtigen Informationen also immer unbedingt über mehrere Kanäle bzw. Features, die Instagram dir bietet. 

02 | Schritt für Schritt

 

Nutze Karussells, um Schritt für Schritt durch ein bestimmtes Thema zu führen. Beispiele hierfür wären:

  • Einblick in deinen Workflow
  • Tutorial / Anleitung
  • Unboxing

Jede Grafik kannst du so für einen einzelnen Schritt nutzen und so einen relativ komplexen Sachverhalt übersichtlich darstellen. Im Gegensatz zu einer einfachen Bildbeschreibung, in der du all deine Infos als Textwüste mit Emojis reinquetscht, hast du beim Karussell noch weitere Möglichkeiten. 

Du hast hier genug Platz, um deine Inhalte nicht nur textlich sondern vor allem auch visuell zu gestalten und aufzubereiten. Auch hier hast du wieder den Vorteil, über Bilder und Grafiken Inhalte zu transportieren, die geschrieben einfach zu kompliziert für Instagram wären (denk immer an die minimale Aufmerksamkeit, die Instagram User an den Tag legen). 

Das große Stichwort 2020 für Instagram ist snackable! Auch wenn die Bildbeschreibungen im Trend immer länger werden, muss es übersichtlich und handlich bleiben. 

Ein sehr gutes Beispiel für die Darstellung eines umfangreichen Workflows hat Carina Hartmann auf ihrem Instagram Kanal veröffentlicht. Sie führt so durch ihre gesamte Pinterest-Routine von der Identifizierung eines passenden Themas über die Erstellung von Pins und Texten, Hashtag Recherche sowie automatische Veröffentlichung. 

Ohne einen Karussell-Post wären diese Inhalte in einer regulären Bildbeschreibung kaum so aufzubereiten, dass sie am Ende auch tatsächlich jemand liest. 

 

03 | UCG (User Generated Content)

 

User Generated Content ist ein Phänomen, das es erst seit der Ära von Social Media gibt. Früher hatten Marketingverantwortliche klare Kampagnen im Kopf, deren Visualisierung und Umsetzung ausschließlich in deren Hoheitsgewalt lag. Bilder, Flyer, Magazine oder TV Clips, hochwertig produziert und nur auf die besten Eigenschaften des Produkts ausgelegt, waren an der Tagesordnung. Und während es die heute natürlich auch noch gibt, kommt dazu noch User Generated Content hinzu.

User der Produkte tauschen sich darüber in sozialen Netzen aus, testen Produkte, posten Fotos davon und empfehlen sie im besten Fall weiter (Anmerkung: das gilt für Dienstleistungen genauso, da wird nur weniger visuell gepostet im Normalfall). Das bietet jede Menge Chancen, mit wenig Marketingbudget jede Menge positive Beiträge zu sammeln, birgt allerdings auch Risiken, wenn das Produkt (die Dienstleistung) eben nicht so gut ankommt. 

Gehen wir aber davon aus, dass das Produkt positiv aufgenommen wird, kannst du Bilder und Beiträge deiner Käufer wiederum teilen. Interessenten sehen so, wie viele begeisterte Kunden du bereits hast, wie Produkte abseits der Hochglanzfotografie aussehen und welche Emotionen bei deinen Kunden ausgelöst werden. Dieser persönliche Aspekt, den nur echte Kunden übermitteln können, kann bei vielen die Kaufentscheidung somit positiv beeinflussen. 

Eine andere Möglichkeit, User Generated Content für dich zu nutzen, zeigt das Beispiel von Obi. Der Baumarkt führt mehrere Instagram-Kanäle und hat hier einiges ganz richtig gemacht. Die Zielgruppe von Obi möchte auf Instagram nicht auch noch sehen, welche Bohrmaschine es jetzt 20% reduziert gibt (zumindest nicht in der Mehrheit), sondern wie die Produkte genutzt werden können. Auf dem offiziellen Firmenaccount findest du schöne Fotos mit saisonalem Bezug, die nicht auf den ersten Blick Werbung schreien sondern dezent auf aktuelle Produkte oder Besonderheiten hinweisen. 

Damit aber nicht genug: es gibt einen weiteren Account, der sich auf DIY und Heimwerker-Projekte fokussiert. Auf @createbyobi hast du eine Vielzahl einfacher und mittelschwerer DIY Anleitungen, die du – praktischerweise – mit bei Obi erhältlichen Produkten relativ einfach zuhause nachmachen kannst. Die Anleitungen in Form von kurzen Videos oder längeren Artikeln auf der Firmenwebseite sind interessant gestaltet und gut aufbereitet. Eben so, wie es das DIY Publikum mag und gewohnt ist. 

Der Clou an der Sache ist allerdings der eigene Hashtag: User werden aufgefordert, unter #wecreate ihre Umsetzung und eigene Projekte zu teilen und Obi zu verlinken. Somit dient jeder Beitrag eines Users als Multiplikator und steigert die Reichweite von Obi – in Verbindung mit einem Vertrauensvorschuss. Denn wenn meiner Freundin Julia der selbstgebaute Pflanzenständer aus Kupferrohr super gut gefällt, dann könnte ich ihn ja auch mögen.  

Und diese Rechnung geht auf! Obi hat über beide Kanäle verteilt etwa 68.000 Abonnenten und der Hashtag bereits mehr als 102.000 Beiträge. Andere Baumärkte ziehen hier nach, kommen aber bei weitem nicht an die Reichweite von Obi heran. 

 

04 | Produktdetails

 

Nutze das Format des Karussell-Posts als deinen eigenen Produktkatalog. Du kannst hier bis zu 10 Slides einfügen und diese mit anderen Sichtweisen auf dein physisches Produkt zeigen. Vergleichbar ist das mit einem Magazin, das Produkte aus verschiedenen Sichtwinkeln im besten Licht präsentiert. 

Diese Möglichkeit bietet sich insbesondere bei Produkten an, wo Details den Unterschied machen, z.B. Schmuck. So kannst du auch kleinste Details abbilden, die auf einem “großen” Foto gar nicht erkennbar wären. 

@depot_online zeigt auf ihrem Instagram-Kanal regelmäßig mehrere Aufnahmen der gleichen Szene, wie dieses Beispiel hier zeigt.

 

Hier wurde nicht nur mit verschiedenen Detailaufnahmen gearbeitet sondern auch noch Storytelling betrieben. Lass deiner Kreativität also freien Lauf und zeige unterschiedliche Ansichten. 

 

05 | Panorama

 

Gerade im Bereich Fotografie bietet es sich an, das Karussell für Panoramen und Fotos im Querformat zu nutzen. Instagram bietet diverse Formate an, von Landscape über Quadrat bis zum Portrait. Die genauen Abmessungen kannst du hier nochmal nachlesen. Während das Quadrat, also das ursprüngliche Format, auch heute noch das bekannteste und beliebteste ist, häufen sich in letzter Zeit die Portraits. Lediglich Landscapes sieht man selten. Das hat auch einen Grund. 

Dein Ziel mit einem Post ist es (zumindest vermute ich das mal ganz stark), gefunden und gesehen zu werden. Gefunden wirst du meistens über Abonnenten, geteilte Beiträge, Empfehlungen oder Hashtags. Gesehen allerdings wirst du mitunter über die Gestaltung deines Posts aber auch dessen Größe. Ein Quadrat nimmt bereits einen guten Teil des Smartphone-Bildschirms ein, ein Portrait sogar noch mehr. Checkpot! 

Im Landscape Format allerdings schwindet dieser Platz in der Höhe auf ein Minimum. Eher schlecht, wenn du beim Scrollen im Startfeed deiner Abonnenten auffallen willst. 

Möchtest du nun aber deine genialen Landschaftsfotos zeigen, die im Querformat aufgenommen sind um einen tollen Eindruck darzustellen, bleibt dir nichts anderes übrig, als auf das Landscape Format zurückzugreifen. 

Oder?

Nein! Teile dein Landscape Foto in zwei gleich große Teile, halbiere es also. Diese lädst du nun nacheinander hoch und während User nun auf die zweite Seite swipen, fügt Instagram dein Bild wieder automatisch zu einem zusammen – ohne Trennlinie.

 

Diese Möglichkeit kannst du auch nutzen, wenn du keine Fotografien zeigen möchtest. Erstelle deine Grafiken so, dass sie im Hintergrund verbunden sind. Wähle also ein Foto und teile das auf mehrere Slides auf. Jedes füllst du nun wie gewohnt mit deinem Inhalt und postest sie nacheinander. So kreierst du für deine Abonnenten und Leser einen roten Faden im Hintergrund, der automatisch dazu einlädt, nochmal weiter zu swipen und deinem Post mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Mein Name ist Lena Rauch und ich bin Online Marketing Managerin! Ich habe es mir zum Ziel genommen, Selbstständige, Solopreneure und kleine Agenturen bei ihrem Online Auftritt und vor allem ihrer Sichtbarkeit zu unterstützen. Ich kümmere mich dabei hauptsächlich um Instagram, den Blog sowie den Newsletter.

 

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